Buchkritik

Dafür lohnt es sich, „Le secret de Tadi“ der Luxemburgerin Kerstin Medinger zu lesen

Lesbische Omas, ein verschollenes Manuskript und ein Roadtrip durch die USA: All das verbirgt sich in Kerstin Medingers neuem Roman „Le secret de Tadi“. Gelingt es der Autorin, die Handlungsstränge zu verbinden? Eine Kurzkritik.

„Le secret de Tadi“ erschien 2024 bei Editions Phi und ist Kerstin Medingers zweiter Roman

„Le secret de Tadi“ erschien 2024 bei Editions Phi und ist Kerstin Medingers zweiter Roman Quelle: Editions Phi

Wäre Kerstin Medingers „Le secret de Tadi“ (Editions Phi, 2024) ein Gericht, würde die Zutatenliste bis zum Boden reichen. Die Autorin greift tief in die Beziehungskiste, rollt Familiengeschichten auf, beschreibt eine filmreife Entführung. Dafür schickt sie ihre Figuren auf Reisen – vom Müllerthal bis in die Vereinigten Staaten: Das Ehepaar Lucie und Simone reist in die USA, um dem Exfreund von Manon eine Lektion zu erteilen; die zerstrittenen Turteltäubchen Isabelle und Tomás brechen nach Las Vegas auf, um eine heikle Erbschaftsgeschichte zu klären. Nebenhandlungen, die u.a. um die Vergangenheit des Autors Tadi Richard und seine Verflossene Nakry Cheng kreisen, ergänzen die Geschichte. Ist das auf knapp 280 Seiten zu viel des Guten? Jein, denn der Roman ist ein „page-turner“.

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