Kino
CinEast ohne Verpflegung, dafür aber mit Zoom
Es gab zwar nichts zu trinken oder zu essen, der Stream hat manchmal gebuffert – was mehr an der nicht zeitig bezahlten Internetrechnung des Autoren dieser Zeilen liegt als an sonst was – und es wurde weiterhin gezoomt. Ersteres ist in Luxemburg eigentlich undenkbar, Letzteres wünscht man sich irgendwann nicht mehr benutzen zu müssen. Das hat jedoch die Mannschaft hinter dem CinEast Festival für ost- und mitteleuropäisches Kino nicht davon abgehalten, ein riesiges Programm durchzuboxen. (Sehr viele) Spiel-, Doku- und Kurzfilme, (mehrere) Q&As mit RegisseurInnen und (vereinzelte) Konzert- und kulinarische Veranstaltungen.
Die Hälfte des Wettbewerbes besteht dieses Mal aus Debütfilmen Foto: Pixabay
Anfang September waren am Venediger Lido während der Filmfestspiele die Konsequenzen der aktuellen Situation stark spürbar. Das Festival – sonst eigentlich von Stars und Sternchen und Glamour und Hollywood überschwemmt – musste für dieses Jahr komplett umdisponieren. Der Wettbewerb der Mostra war dementsprechend anders als die Jahre zuvor. Das CinEast nun mit dem Filmfestival in Venedig zu vergleichen, mag auf den ersten Hinblick anmaßend klingen. Aber auch CinEast musste umdenken. Ein klitzekleines bisschen an der schieren Masse von Filmen schrauben und eben weniger Festivalstimmung. Am interessantesten ist jedoch, dass die Hälfte des Wettbewerbes der diesjährigen 13. Auflage mit Debütfilmen zusammengestellt wurde.