FR.A.RT (12)

Chantal Maquet, 1982, Düdelingen/Hamburg

Chantal Maquet (www.chantal-maquet.com) fertigt Ölgemälde auf Basis von Fotos und Videos an, in denen sie die verschiedenen Rollen der Objekte farblich voneinander abhebt. Die Werke ihrer Ausstellung „dat huet jo näischt mat mir ze dinn“, die vom 6. März bis zum 11. April in der Galerie „Nei Liicht“ in Düdelingen zu sehen war, setzen sich mit dem Rassismus in der luxemburgischen Gesellschaft in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart auseinander. Ihre Ölgemälde basieren auf Szenen, die ihre Großeltern 1953 in der belgischen Kolonie Kongo mit ihrer Kamera festgehalten haben. Die Farbwahl macht die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen der weißen und der Schwarzen Personen deutlich. Darüber hinaus ließ sie Luxemburger*innen zu Wort kommen, die alltäglich mit Rassismus konfrontiert sind und recherchierte zu luxemburgischen Firmen, die aus dem Bergbau im Kongo Gewinne schlagen. Sie zeigt damit: Das Kolonialerbe und der Rassismus sind auch in Luxemburg allgegenwärtig und betreffen jede*n. Maquet lebt in Hamburg.

Chantal Maquet, 1982, Düdelingen/Hamburg

Foto: Anouk Flesch

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