Nach Beschwerden
CET gibt Empfehlungen für mehr Gleichbehandlung in Saunen
Nach Beschwerden über Saunalandschaften gibt das CET Empfehlungen für mehr Gleichbehandlung. Gäste sollen gleichberechtigten Zugang zu den Einrichtungen erhalten – unabhängig von ihrem Geschlecht.
Das CET fordert eine inklusive Gestaltung der Saunenlandschaften in Luxemburg Symbolfoto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi
Saunen sollen Orte der Entspannung sein. Doch wie können Betreiber sicherstellen, dass sich alle Gäste wohlfühlen, ohne dass sie diese dabei gleichzeitig aufgrund ihres Geschlechts ungerecht behandeln?
Nach mehreren Beschwerden (von Frauen und Männern) über die Gestaltung von Saunalandschaften, gibt das „Centre pour l’égalité de traitement“ (CET) in einer Pressemitteilung vom Donnerstag konkrete Empfehlungen für einen inklusiven Ansatz. Dieser soll Diskriminierung verhindern und allen Saunabesuchern einen „fairen, sicheren und unbeschwerten Zugang zu den Einrichtungen“ ermöglichen.
Drei Bereiche
Frauen und Männern soll demnach gleich viel Nutzungszeit zu vergleichbaren Bedingungen und Preisen zur Verfügung stehen. Doch Gleichbehandlung bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle dieselben Räume zur selben Zeit nutzen müssen. Daher sollen Saunabetreiber laut CET nach Möglichkeit drei getrennte Bereiche einrichten: einen für Frauen, einen für Männer und einen gemischten, der allen Besuchern unabhängig von ihrem Geschlecht offensteht.
„Eine solche Organisation würde einen gerechten Zugang zu den Einrichtungen gewährleisten und gleichzeitig den unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen der Nutzer*innen Rechnung tragen“, heißt es in der Mitteilung. Sind drei getrennte Saunen nicht möglich, empfiehlt das CET zwei geschlechtergetrennte Tage – einen für Frauen und einen für Männer. Auch für den Umgang mit gemeldetem Fehlverhalten sollen klare Abläufe festgelegt werden.
CET fordert klare Regeln
Um dies zu ermöglichen, fordert das CET, dass Saunabetreiber eine Hausordnung mit klaren Verhaltensregeln an einer deutlich sichtbaren Stelle anbringen. Dazu kommen ein leicht zugängliches und vertrauliches Meldesystem sowie eine konsequente Bearbeitung von Beschwerden mit angemessenen Maßnahmen bei Fehlverhalten. (les)