Klettersport

„Boulder Forest“ in Leudelingen: Neue Halle verbindet Klettern mit Outdoor-Gefühl

Der „Boulder Forest“ eröffnet am Samstag um 9 Uhr. Die neue Boulderhalle bietet auf einer Grundfläche von 1.800 Quadratmetern Platz für Anfänger, Familien und erfahrene Kletterer. Viel Holz, natürliches Licht und ein zentraler Baum sollen ein Stück Outdoor-Gefühl in die Halle bringen.

Headsetter Maik Dreymüller und Gast-Routesetter sorgen zur Eröffnung für neue Boulder in allen Schwierigkeitsgraden

Headsetter Maik Dreymüller und Gast-Routesetter sorgen zur Eröffnung für neue Boulder in allen Schwierigkeitsgraden Foto: Laura Krambs

Viel Holz, natürliches Licht und ein zentraler Baum: Der „Boulder Forest“ will ein Stück Outdoor-Gefühl nach Leudelingen bringen. Am Samstag um 9 Uhr wird die neue Boulderhalle offiziell eröffnet. Damit entsteht nahe der Hauptstadt eine weitere Anlaufstelle für Kletterer und Familien. Wie eine klassische Industriehalle soll sie bewusst nicht wirken.

„Die Leidenschaft für die Natur und die Leidenschaft für das Klettern wollten wir miteinander verbinden“, sagt Gilles, einer der Gründer der Halle. Das Waldkonzept steckt bereits im Namen. „Wir wollten das Gemeinschaftsgefühl von früher mitnehmen und trotzdem das Beste des modernen Boulderns anbieten.“

Der Baum inmitten der Halle dient als Treffpunkt. „Dort kann man reden, zuschauen, entspannen und gemeinsam Routen lösen“, sagt Gilles. Das Gemeinschaftsgefühl sei der rote Faden des Projekts. „Beim Bouldern klettern die Leute nicht gegeneinander, sondern miteinander.“

Für Anfänger und Profis

Auf rund 1.800 Quadratmetern Grundfläche bietet der „Boulder Forest“ Klettermöglichkeiten für unterschiedliche Alters- und Leistungsstufen. „Wir wollen eine Halle für jeden sein – von jung bis alt, vom Anfänger bis zum Profi“, sagt Gilles.

Der Kinder- und Familienbereich ist aus Sicherheitsgründen vom sportlichen Boulderbereich getrennt. „Uns war aber auch wichtig, dass jeder ein wenig seinen eigenen Bereich hat.“

In der Adventure-Zone können Kinder durch Tunnel, über Brücken und an Kletterwänden das Bouldern spielerisch erlernen. Eltern können währenddessen an der Familienwand klettern oder im Café mit Blick auf den Kinderbereich sitzen. Auch das Café und das Restaurant sollen Orte der Begegnung sein. „Wir beabsichtigen, eine gesündere Küche anzubieten“, sagt Gilles. Die Gerichte sollen einen asiatischen Einschlag haben.

Der sportliche Bereich verfügt über bis zu 4,50 Meter hohe Holzwände mit unterschiedlichen Wandtypen, von Platten bis hin zu Wettkampfwänden. „Bei uns soll möglichst jeder Kletterstil vertreten sein“, sagt Gilles. Die Routen sind in neun Schwierigkeitsstufen eingeteilt und werden wöchentlich neu geschraubt.

Hinzu kommen ein Trainingsbereich für Fitness und Calisthenics sowie ein Kilterboard. Für die Routen ist Headsetter Maik Dreymüller verantwortlich. Zur Eröffnung wird er von mehreren Gast-Routensetzern unterstützt.

Mitgründer Gilles will im „Boulder Forest“ modernes Bouldern mit einem starken Gemeinschaftsgefühl verbinden

Mitgründer Gilles will im „Boulder Forest“ modernes Bouldern mit einem starken Gemeinschaftsgefühl verbinden Foto: Laura Krambs

Offen für alle

Hinter dem „Boulder Forest“ stehen sieben Gesellschafter und zunächst zehn Mitarbeiter. Das Team soll noch wachsen. Doch an der Entstehung der Halle waren weit mehr Menschen beteiligt. „Im Endeffekt waren es Hunderte“, sagt Gilles. Darunter seien lokale Partner und Handwerker, Familienangehörige und Freunde gewesen. „Es war wie ein Fieber. Sehr schnell waren viele Leute begeistert und haben gefragt: ‚Wie können wir helfen?‘“

Die Idee nahm im Sommer vergangenen Jahres Form an. Im Dezember wurde der Mietvertrag unterschrieben, im Januar begannen die Umbauarbeiten. Viele der Beteiligten stammen selbst aus der Kletterszene.

Deshalb sei großer Wert auf Details gelegt worden, erklärt Gilles: vom Eingangsbereich über die Rezeption bis hin zu einem eigenen Waschraum, in dem die Klettergriffe gereinigt werden. „Unser Anspruch endet nicht damit, eine schöne Kletterwand zu bauen und ein paar Griffe anzuschrauben“, betont er.

Bis zu 4,50 Meter hohe Wände bieten Routen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis

Bis zu 4,50 Meter hohe Wände bieten Routen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis Foto: Laura Krambs

Überraschungen inklusive

Mit dem „RedRock Climbing Centre“ in Zolver und dem „BlocX“ in Esch gibt es im Süden bereits zwei Boulder- und Kletterhallen. Der „Boulder Forest“ versteht sich laut Gilles nicht als aggressiver Konkurrent, sondern als Ergänzung. „Die Kletterszene ist größtenteils sehr kollaborativ“, sagt er. Da der Klettersport weiter wachse, könne die Zusammenarbeit zwischen den Hallen, etwa bei Wettbewerben und Veranstaltungen, der gesamten Szene zugutekommen.

Nun blickt das Team gespannt auf die Eröffnung. „Wir arbeiten mit Vollgas darauf hin, dass alles gut läuft“, sagt Gilles. Ein großes Eröffnungsevent sei nicht vorgesehen. Geplant sei vielmehr ein entspannter Start mit Musik und Essen. „Die Leute sollen kommen und die neuen Routen ausprobieren.“

Für Samstag hält das Team außerdem einige Überraschungen bereit. Wer über das genaue Programm informiert bleiben möchte, sollte neben dem offiziellen Eröffnungstermin auch die Instagram-Seite des „Boulder Forest“ im Blick behalten.

In der Adventure-Zone können Kinder spielerisch klettern, rutschen und das Bouldern entdecken

In der Adventure-Zone können Kinder spielerisch klettern, rutschen und das Bouldern entdecken Foto: Laura Krambs

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