Im Kino

Blinde Ambition: „Joika“ erzählt die Geschichte der ersten Amerikanerin im Bolschoi

Talia Ryder spielt in „Joika“ die Balletttänzerin Joy Womack, die als erste Amerikanerin in das russische Bolschoi-Theater zugelassen wurde. Die Filmbiografie verwendet das Aufsteiger-Narrativ mit den Elementen des psychologischen Thrillers, um eine konventionelle Geschichte über Ehrgeiz, Konkurrenzkampf und innere Dämonen zu erzählen.

Diane Kruger (l.) und Talia Ryder in „Joika“

Diane Kruger (l.) und Talia Ryder in „Joika“ Foto: Robert Palka

„Perfektion im Ballett ist nie erreichbar – aber darin liegt seine Schönheit“, das soll die US-amerikanische Tänzerin Joy Womack einmal gesagt haben, die erste Amerikanerin, die in das renommierte russische Bolschoi-Theater zugelassen wurde, ein historisch sehr geschlossenes, russisch geprägtes Ensemble, in dem Ausländer und Ausländerinnen – vor allem aus dem Westen – nur äußerst selten langfristige Verträge erhalten, besonders nicht in führenden Rollen. Von diesem außergewöhnlichen Werdegang erzählt die neue Filmbiografie „Joika“ von James Napier. Im Mittelpunkt steht Joy, gespielt vom Talia Ryder, eine junge, vom Ehrgeiz angetriebene Tänzerin, für die im Leben nichts wichtiger ist, als im berühmten Bolschoi-Ballett in Moskau aufgenommen zu werden. Als Teenager zieht sie 2009 allein nach Russland, um an einer der renommiertesten Ballettschulen der Welt zu studieren. Diane Kruger spielt ihre Lehrerin Tatiyana Volkova, die das Talent der jungen Frau zwar erkennt, aber ihre Nationalität wird ihr zum Problem.

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