Luxemburg

Bescheinigung für Jungfräulichkeit: Petition fordert Verbot per Gesetz

Persönliche Erfahrungen mit Schülerinnen haben die Sozialarbeiterin Enji Ismaili und die Französischlehrerin Sandra Dessi dazu bewogen, die Petition 2755 zu starten. „Jungfräulichkeitsbescheinigungen sind ein Unding“, sagen sie.

„Zur Lösung des Problems der Jungfräulichkeitsbescheinigung bedarf es vor allem auch Aufklärung und Bildung“, so Enji Ismaili und Sandra Dessi

„Zur Lösung des Problems der Jungfräulichkeitsbescheinigung bedarf es vor allem auch Aufklärung und Bildung“, so Enji Ismaili und Sandra Dessi Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Die beiden Frauen arbeiten im Lycée Bel-Val. Sandra Dessi erzählt, wie vor geraumer Zeit eine Schülerin der Septima sich ihr anvertraut habe. Das Mädchen habe einen Jungen geküsst. Eine normale Sache. Scheinbar nicht für die Mutter des Mädchens. Diese sei in die Schule gekommen und habe Sandra Dessi eine Bescheinigung gezeigt, der zufolge ihre Tochter Jungfrau sei. „Die Frau wollte mir mitteilen, dass ihre Tochter ,sauber‘ sei, ein ehrenwertes Mädchen“, so Sandra Dessi.

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