Esch

Baubeginn des „Südspidol“ verzögert sich um mindestens zwei Jahre

Was lange währt, wird endlich – oder doch nicht? Gesundheitsministerin Martine Deprez dementiert ein Ende des Projekts und hält einen Baubeginn 2028 für möglich. Unter Vorbehalt.

Baustelle mit überwuchertem Gelände und verfallenen Strukturen, langjährige Brachfläche der Ministerin geerbt

Die Baustelle, die die Ministerin geerbt hat, liegt schon lange brach Foto Baustelle: Alain Rischard; Foto Ministerin: Julien Garroy / Editpress

Der geplante Baubeginn des künftigen Südspidols verschiebt sich deutlich nach hinten. Das geht aus der Antwort von Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Liz Braz, Mars Di Bartolomeo und Georges Engel hervor.

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bauarbeiten am neuen Zentralkrankenhaus des Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) im Süden des Landes 2026 beginnen. Davon ist keine Rede mehr: Ein konkreter Starttermin könne derzeit nicht genannt werden, so die Ministerin — frühestens 2028 sei ein Baubeginn „unter Vorbehalt“ denkbar. Das Südspidol soll die verstreuten Standorte der Gesundheitsinfrastruktur im Süden des Landes konsolidieren. Aktuell befinden sich Außenstellen des Escher CHEM in Niederkorn und Düdelingen.

Als Hauptursache für die Verzögerung nennt das Ministerium den Wechsel des Planungsbüros: Ein neuer Generalplaner wurde Anfang 2024 beauftragt, die Übernahme des laufenden Projekts habe Zeit gekostet. Hinzu kämen externe Anpassungen, die nach der Covid-19-Pandemie notwendig geworden seien — darunter ein pandemisches Gesamtkonzept, das nachträglich in die Planung integriert werden musste.

Eine Aussetzung oder Aufgabe des Projekts stehe nicht zur Debatte, betonte Deprez. Das Südspidol war 2018 per Finanzierungsgesetz genehmigt worden, damals noch unter der Ägide von Gesundheitsministerin Lydia Mutsch und Sozialversicherungsminister Romain Schneider (beide LSAP). (hat)

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