Bech-Kleinmacher

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen

Auf dem „Bamléierpad“ in Bech-Kleinmacher können Besucher Bäume entdecken und deren Lebensraum kennenlernen. Am Donnerstag wurde der Pfad entlang der Mosel eingeweiht.

Die feierliche Eröffnung des Lehrpfades fand am Donnerstag statt

Die feierliche Eröffnung des Lehrpfades fand am Donnerstag statt Foto: Editpress/Julien Garroy

Wie unterscheidet man Bäume? Und was verraten ihre Jahresringe über ihr Alter und die Bedingungen, unter denen sie gewachsen sind? Auf dem „Bamléierpad“ in Bech-Kleinmacher können Besucher solchen Fragen nachgehen. Der rund einen Kilometer lange Weg zwischen der Mosel und der Nationalstraße N10 führt an mehr als 300 Bäumen aus über 60 Arten vorbei. Am Donnerstag wurde er von Mobilitätsministerin Yuriko Backes und Schengens Bürgermeister Michel Gloden eingeweiht.

Schilder helfen dabei, die Bäume zu bestimmen. Entlang des Weges stehen außerdem Informationstafeln, Insektenhotels und Sitzgelegenheiten. Einige Flächen werden nur extensiv gepflegt, damit Pflanzen und Tiere dort Lebensraum finden.

Der Lehrpfad hat eine lange Geschichte. Nach der Kanalisierung der Mosel wurden die Flächen zwischen Fluss und Straße aufgeschüttet. Mitte der 1970er-Jahre pflanzten Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung dort die ersten Bäume. Später wurde die Sammlung erweitert. Mit dem „Bamléierpad“ wurde das Konzept jetzt überarbeitet und ausgebaut.

Keine Müllhalde

Dabei geht es um mehr als die Erklärung einzelner Baumarten. Gloden betonte bei der Einweihung, dass der Ort auch Lebensraum schaffen und das Bewusstsein für schützenswerte Natur stärken soll. Die Wiese sei ein öffentlicher Raum für alle, aber keine Müllhalde. Damit spielte der Bürgermeister darauf an, dass dort im Sommer mitunter Müll in größeren Mengen zurückgelassen wurde.

Die Bäume könnten zudem Antworten auf eine Frage liefern, die für Gemeinden immer wichtiger wird: Welche Arten kommen künftig besser mit Hitze und Trockenheit zurecht? Auf dem Lehrpfad lassen sich verschiedene Bäume unter den örtlichen Bedingungen beobachten. „Der Bamléierpad ermöglicht es uns nicht nur, die bemerkenswerte Vielfalt der Bäume aus aller Welt kennenzulernen, sondern auch zu beobachten, welche Arten den künftigen klimatischen Herausforderungen am besten standhalten“, sagte Ministerin Backes bei der Einweihung.

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/
Der Ort soll vor allem das Bewusstsein für schützenswerte Natur stärken

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/
Auf luxemburgisch: Zierapelbam

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/
Und was verraten ihre Jahresringe über ihr Alter und die Bedingungen, unter denen sie gewachsen sind?

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Bamléierpad: 300 Bäume und die Suche nach den Arten von morgen
/
Fast fertig: Holzskulptur an der Mosel

© Foto: Editpress/Julien Garroy

Ein kleiner Misston bleibt. Auf den Informationstafeln fehlt Luxemburgisch. Viele Bäume hätten keinen luxemburgischen Namen, hieß es am Donnerstag. Das mag einzelne Artennamen erklären, aber nicht, weshalb auch die erläuternden Texte ohne Luxemburgisch auskommen. Pierre Reding, dem Kommissar für die luxemburgische Sprache, dürfte diese Erklärung jedenfalls kaum genügen.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren