Stadt Luxemburg

Avenue Gaston Diderich: Ein Gang durch Raum und Zeit

Die hauptstädtische Avenue Gaston Diderich ist 1,6 Kilometer lang und führt 299 Häuser. Benannt ist die Straße nach dem ehemaligen Bürgermeister, Juristen und Sportler Gaston Diederich. Das heute so schicke Wohnviertel im Westen der Stadt, oftmals als Belair bezeichnet, blickt auf eine weniger schöne Vergangenheit zurück. Immerhin standen hier der Galgen der Propstei und Stadt Luxemburg sowie ein „Leprosenhaus“, wie Historiker Robert Philippart bei einem historischen Stadtrundgang betonte. Das Tageblatt war dabei. 

Robert Philippart zeigt seinen 86 treuen Zuhörern ein Foto von der ehemaligen Villa Leclerc

Robert Philippart zeigt seinen 86 treuen Zuhörern ein Foto von der ehemaligen Villa Leclerc Fotos: Editpress/André Feller

Nachforschungen des Historikers zufolge trug die Gegend zuvor den Namen „op Dauwelter“, welcher auf eine Viehkrankheit, die sich durch unreines Wasser und Pflanzen verbreitete, zurückzuführen sei. Die Hänge von Belair waren von vielen kleine Quellen durchzogen. 1777 führte ein Feldweg zu den Bauernanwesen Daubenfelder Hof und Jungblutshof. Nach der Schleifung der Festung ab 1867 war der Wandel der landwirtschaftlich genutzten Region eingeläutet. Zwischen der Avenue du dix septembre und der Avenue Gaston Diderich ließen sich einige kleine Industrieunternehmen nieder.

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