Interview

Autorin Nora Bossong über ihren Roman „Schutzzone“: Gegen die europäische Ignoranz

Nora Bossongs „Schutzzone“ (auf der Longlist des deutschen Buchpreises 2019) ist ein komplexer Roman, der im Herzen der Vereinigten Nationen spielt. Mira, die Erzählerin, arbeitet in Genf, schreibt Friedensberichte, trifft Milan, bei dessen Familie sie als Kind unterkam, als ihre Eltern sich scheiden ließen, wieder und erinnert sich an ihre Stationen in New York und in Burundi. Der Roman arbeitet deutsche Kolonialvergangenheit auf und thematisiert (u.a.) den Völkermord in Burundi und die Ohnmacht und Widersprüche einer parastaatlichen Organisation, die Frieden stiften will und deren Angestellte in den Gängen von Luxushotels eilen, um diplomatische Verhandlungen in die Wege zu leiten. Wir haben uns mit der Autorin dieses dunklen, schönen Romans, den man unbedingt gelesen haben sollte, unterhalten.

Nora Bossongs „Schutzzone“ ist ein melancholischer Roman über die Vereinigten Nationen, Völkermorde und die westliche Schuld

Nora Bossongs „Schutzzone“ ist ein melancholischer Roman über die Vereinigten Nationen, Völkermorde und die westliche Schuld Copyright: Heike Steinweg

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