Pflegenotstand
Applaus allein genügt nicht: Die Situation der Gesundheitsberufe in Luxemburg ist kritisch
Wir haben ihnen zum Dank jeden Abend um 20 Uhr applaudiert. Dieser Applaus galt den Krankenpflegerinnen und -pflegern, den Ärzten und anderen in der Pflege Beschäftigten. Für das, was viele von ihnen während der sanitären Krise leisteten bzw. leisten müssen, haben sie sich diese Anerkennung auch redlich verdient. Doch dieses Händeklatschen darf nicht alles gewesen sein. Der Pflegesektor ist seit vielen Jahren, ja seit Jahrzehnten in einer Krise, aus der man mit Sonntagsreden allein nicht herauskommt.
Der Notstand der Gesundheitsberufe dauert bereits seit Jahrzehnten an Foto: dpa/Tom Weller
Seien wir doch mal ehrlich: Seit mehr als fünf Jahrzehnten gilt das Wort „Pflegenotstand“ zur Zustandsbeschreibung in unseren Krankenhäusern und Altenheimen. Das Problem und auch die Gründe, warum es so ist, sind bestens bekannt. Passiert ist in all den Jahren sehr wohl das eine oder andere, was für eine leichte Verkrampfung der Situation führte, aber bis zum Kern des Problems ist man leider nie vorgedrungen.