Prozess um Angriff mit Wagen in Wiltz
„An dech kréien ech och nach“: Angeklagter soll absichtlich gehandelt haben
Am Nachmittag des 2. Januar 2019 fährt ein Luxemburger mit seinem Wagen in Wiltz in eine Menschenmenge. Schnell ist klar: Der Mann kennt die Opfer. Sein zweijähriger Sohn kommt beim Aufprall ums Leben, die Mutter und deren Lebensgefährte werden schwer verletzt. Der Angeklagte habe bewusst gehandelt, sagen Zeugen am Donnerstag vor Gericht. Der Beschuldigte dementiert: Er könne sich an nichts erinnern.
Neben den Ermittlern der Spurensicherung kamen am Donnerstag auch Zeugen der Tat in Wiltz zu Wort, darunter zwei Opfer. Sie gehen davon aus, dass der Angeklagte mit voller Absicht in sie gefahren sei. Foto: Editpress/Julien Garroy
„Ich trage vielleicht Schuld daran, doch schuldig bin ich nicht“: Stoisch, fast emotionslos hat der Angeklagte im Prozess um den tödlichen Zwischenfall in Wiltz am Donnerstag vor dem Bezirksgericht in Diekirch erneut jegliche Verantwortung von sich gewiesen. Der Tod seines zweijährigen Sohnes, die schweren Verletzungen des neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin, die seelischen und körperlichen Wunden der anderen Beteiligten – alles das führt der heute 49-Jährige auf eine Mischung aus „Freude, Blackout und Überreaktion“ zurück.