Esch

Am „Boarbelendag“ wird aller gestorbenen Bergarbeiter gedacht

Im Süden Luxemburgs wird jedes Jahr traditionell am 4. Dezember die „Boarbelefeier“ zelebriert. In Ortschaften wie Differdingen, Rümelingen, Kayl-Tetingen, Beles und Esch wird der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergarbeiter und Feuerwehrleute, feierlich gedacht.

Erste Station nach dem Gottesdienst war der Resistenzplatz

Erste Station nach dem Gottesdienst war der Resistenzplatz Foto: Carlo Catena

In diesen Teilen des Landes wurde von den 1870er- bis in die 1980er-Jahre das Eisenerz von Tausenden Minenarbeitern abgebaut. Bergleute aus aller Herren Länder trugen zum Wohlstand Luxemburgs bei. Viele von ihnen verloren unter Tage ihr Leben oder wurden schwer verletzt und später in den Vorruhestand geschickt. Zwischen 1865 und 1981 fanden 1.551 Bergleute in den Eisenerzminen den Tod, der Jüngste war gerade mal 13, der Älteste 78 Jahre alt. Viele Bergleute hantierten eben mit Schwarzpulver, um Löcher in den Berg zu sprengen, andere fanden den Tod unter einer sich lösenden Erzminendecke. Alle Namen der verstorbenen Grubenarbeiter findet man an der Gedenkstätte „Léiffrächen“ in Kayl wieder.

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