Die „Fouer“ steht wieder vor der Tür

Alles, was Sie vor Beginn der großen Kirmes wissen müssen

Kein Spätsommer vergeht ohne die traditionelle Schueberfouer – in wenigen Tagen geht es auf dem Glacis wieder los. Wir haben für Sie einen Überblick über die wichtigsten Informationen.

Schueberfouer-Fans kommen dieses Jahr wieder voll auf ihre Kosten

Schueberfouer-Fans kommen dieses Jahr wieder voll auf ihre Kosten Foto: Editpress/Alain Rischard

Von Eröffnung bis Feuerwerk

Der Startschuss fällt in diesem Jahr am 22. August. Um 17 Uhr beginnt die offizielle Eröffnungsfeier mit dem „Hämmelsmarsch“ über die Fouer. Anschließend lädt der hauptstädtische Gemeinderat zum traditionellen „Ham a Kuch“ in der Friture Armand ein.

Am 26. August dürfen am späten Abend wieder die Bürgermeister an die Teller. Beim „Bürgermeistertag“ helfen Politiker in Restaurants und Essständen aus. Bezahlt werden sie nicht – ihr „Gehalt“ spenden die Schausteller für den guten Zweck.

Auch die Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, Lydie Polfer, wird auf der Fouer im Einsatz sein

Auch die Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, Lydie Polfer, wird auf der Fouer im Einsatz sein Foto: Editpress/Alain Rischard

Für Familien ist ein Fouer-Besuch oft kostspielig. Deshalb gibt es seit Jahren den „Familientag“ mit reduzierten Preisen. Nachdem dieser Rabatt lange nur für Spiele galt, wurde er im Vorjahr auch auf Gastronomie ausgeweitet. 2025 wird er auf zwei Tage verteilt: Am 27. August gelten Vergünstigungen für Fahrgeschäfte, am 3. September für Speisen und Getränke. „So profitieren Familien gleich zweimal“, erklärt Schöffe Patrick Goldschmit auf Nachfrage. Zudem stehe es Essständen frei, auch am ersten Familientag Sonderpreise anzubieten.

Am 28. August übernehmen die „Königinnen“ das Zepter, während man am 2. und 5. September dem Fouermaskottchen „Lämmy“ begegnen kann – inklusive Gratis-Tickets für Spiele. Am 1. September sorgt die Braderie in der Hauptstadt für Schnäppchenstimmung. Das „Fouer Spill“ am 8. September lockt mit Preisen, die um 18 Uhr am Rond-Point Schuman ausgelost werden. Wer gewinnen will, muss bei der Vorlosung persönlich anwesend sein.

Die „Geenzekinnigin“ und ihr Hof beim Fouerbesuch 2024

Die „Geenzekinnigin“ und ihr Hof beim Fouerbesuch 2024 Foto: Editpress/Julien Garroy

Das bunte Treiben endet am 10. September. Am letzten Tag gibt es wie gewohnt stark reduzierte Spielpreise bis 20 Uhr. Um 22 Uhr rundet das traditionelle Feuerwerk die Fouer ab.

Neuheiten und Klassiker auf dem Glacis

Auch 2025 bringt die Fouer neue Attraktionen: Auf 4,4 Hektar Fläche finden 213 Stände Platz, darunter 45 Spiele (20 davon für Kinder), 11 Restaurants, 58 Essstände und 14 Süßwarenverkäufer. Rund 43 Prozent der Schausteller kommen aus Luxemburg, viele weitere aus Deutschland, Frankreich und Belgien.

Das Riesenrad ist natürlich nicht von der Fouer wegzudenken

Das Riesenrad ist natürlich nicht von der Fouer wegzudenken Foto: Vincent Lescaut/L'essentiel

Besonders freuen sich Fouergänger natürlich auf die neuen Fahrgeschäfte, wie zum Beispiel das Flugkarussell „Evolution“, sowie „alte“ Lieblinge, die nach mehreren Jahren Abwesenheit zurückkommen, wie z.B. die „Alpina Bahn“. Diese Informationen zirkulieren bereits seit einigen Tagen, das Tageblatt berichtete. Aber auch gastronomisch gibt es einige Neuerungen: Bei der „Schnitzelhütte“ ist der Name Programm, ebenso beim „Corndogs House“ und der „Mini Donuts Factory“. Beim „Falafel Taxi“ kommen Vegetarier auf ihre Kosten und Schokoladenfreunde werden beim „Chalet de Chocolat“ glücklich werden. 

Was der Spaß kostet

Der „Gromperekichelcher-Index“ liegt dieses Jahr bei 7 bis 7,50 Euro – ein kleiner Preisanstieg gegenüber von 2024. „Die Preise sind vergleichbar mit Weihnachtsmarkt oder Oktavmärtchen“, betont Goldschmit bei der Pressekonferenz, wohl im Bewusstsein der immer wieder auftauchenden Diskussion um die Fouerpreise. „Die Schausteller heben diese nicht extra für die Fouer an.“ Teuer bleibt der Besuch dennoch.

Die Preise auf der Fouer werden jedes Jahr heftig diskutiert

Die Preise auf der Fouer werden jedes Jahr heftig diskutiert Foto: Editpress/Alain Rischard

Die besten Wege aufs Glacis

„Am liebsten mit Bus, Tram, Fahrrad oder zu Fuß“, so der Schöffe. Wer mit dem Auto kommt, sollte in einem P&R am Stadtrand parken und auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen. Während der Fouer fahren Tram und Busse häufiger. Der Parkplatz unter dem Großen Theater ist nur für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geöffnet.

Auf Limpertsberg, im Pfaffenthal und Rollingergrund gilt während der Fouer eine erweiterte Parkraumbezahlung – werktags bis 1 Uhr, am Wochenende von 14 bis 1 Uhr. Ausgenommen sind nur Anwohner mit gültiger Parkvignette.

Das Auto sollte man, wenn möglich, am Stadtrand stehen lassen. Wem das Fahren fehlt, kann beim Autoscooter sein Glück finden. 

Das Auto sollte man, wenn möglich, am Stadtrand stehen lassen. Wem das Fahren fehlt, kann beim Autoscooter sein Glück finden.  Foto: Editpress/Alain Rischard

Damit der Spaß sicher bleibt

CGDIS und Polizei sind wie gewohnt mit einem Einsatzzentrum am Fouereingang vor Ort. Außerdem können Minderjährige über den Dienst „Verlorene Kinder“ vorab online registriert werden. Am Fouer-Kommissariat erhalten sie dann beim Besuch einen Aufkleber mit Telefonnummer und Code, damit sie im Notfall schnell zu ihren Begleitpersonen zurückgebracht werden können.

Tradition seit 1340

Die Schobermesse ist neben der Springprozession in Echternach ein altes, aber sehr lebendiges Stück Luxemburger Tradition. Das Event geht auf das Jahr 1340 zurück. Johann von Luxemburg – Jang de Blannen – gewährte der heutigen Hauptstadt damals das Privileg eines mehrtägigen Jahrmarktes zum Abschluss der Ernte und kurz vor der Weinlese. Ein Tuchmarkt sei es damals hauptsächlich gewesen, eine wichtige Handelsmesse für lokale und regionale Händler habe sich daraus entwickelt, schrieb Historiker Steve Kayser in einem Tageblatt-Beitrag. Später sei auch noch ein Viehmarkt hinzugekommen. Ursprünglich fand die Schueberfouer nahe dem heutigen Heilig-Geist-Plateau statt. 1610 zog sie auf den Limpertsberg, um sich nach der Schleifung der Festungsmauern anfangs der 1890er-Jahre auf dem Glacis-Feld niederzulassen. (mago)

Auch die Polizei wird wieder deutlich Präsenz zeigen

Auch die Polizei wird wieder deutlich Präsenz zeigen Foto: Editpress/Alain Rischard

 

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