Spanischer Film
„Alles über meine Mutter“ war Almodóvars endgültiger Durchbruch
Der spanische Filmregisseur Pedro Almodóvar wurde mit schrillen und provokanten Tragikomödien bekannt. Vor 25 Jahren gelang ihm mit dem Oscar-prämierten Melodram endgültig der internationale Durchbruch.
Pedro Almodóvar küsst Ende August 2019 den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei einem Fototermin bei den 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Der spanische Regisseur wird dieses Jahr 75 Jahre alt. Foto: Claudio Onorati/ANSA/AP/dpa
Was die Filme betrifft, die mir am bedeutendsten erscheinen oder die ich sogar zu meinen Lieblingsfilmen zähle, kann ich mich noch gut daran erinnern, in welchem Kino ich sie zum ersten Mal gesehen habe: Pedro Almodóvars „Todo sobre mi madre“ sah ich in einem Kino in der Avenida Corrientes in Buenos Aires an, der Heimatstadt der Hauptdarstellerin Cecilia Roth. Seit 1976 in Spanien, trat sie Anfang der 80er Jahre häufig in Filmen von Almodóvar auf. Der 1949 geborene, aus einem Dorf in der Region La Mancha stammende Regisseur, der in seiner Jugend in der Extremadura die Liebe zum Film entdeckt hatte, drehte während der zu Ende gehenden Franco-Ära Super-8-Filme, verfasste Comics und Fotoromane und arbeitete zwölf Jahre lang als Angestellter der staatlichen Telefongesellschaft Telefónica.