Oscar-Verleihung

„Ainda estou aqui“ gewinnt Oscar für den besten internationalen Film

Neben „Anora“, dem mit fünf Oscars ausgezeichneten großen Gewinner bei der diesjährigen Verleihung der Academy Awards, und Adrien Brody für seine Hauptrolle in „Der Brutalist“, erstrahlt vor allem „Ainda estou aqui“ über die brasilianische Militärdiktatur.

Regisseur Walter Salles und Hauptdarstellerin Fernanda Torres bei der Verleihung der 97. Academy Awards im Dolby Theatre in Hollywood

Regisseur Walter Salles und Hauptdarstellerin Fernanda Torres bei der Verleihung der 97. Academy Awards im Dolby Theatre in Hollywood Foto: Robyn Beck/AFP

Der Spielfilm von Walter Salles erzählt die wahre Geschichte der Familie Paiva im Rio de Janeiro der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt des in drei Kategorien nominierten Streifens – bester Film, bester internationaler Film sowie Fernanda Torres als beste Hauptdarstellerin – steht die von Torres gespielte Politikergattin Eunice Paiva, die sich auf die Suche nach ihrem 1971 verschwundenen Ehemann Rubens Paiva begibt. Der frühere Kongressabgeordnete ist ein Kritiker des brasilianischen Militärregimes, das durch einen Putsch 1964 an die Macht kam. Seine Frau hingegen interessiert sich nicht für Politik. Obwohl es täglich Kontrollen und Verhaftungen gibt, hält sie für die fünf gemeinsamen Kinder die Familienidylle aufrecht. Eines Nachmittags wird Rubens von Regierungsbeamten abgeholt, kurze Zeit auch Eunice. Sie wird zwölf Tage eingesperrt und verhört. Man will, dass sie Freunde und Arbeitskollegen belastet, denen linke, regimefeindliche Aktivitäten zur Last gelegt werden.

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