Konzert

A Perfect Circle ziehen das Publikum in ihren Bann, doch die Preise schmerzen

A Perfect Circle spielten in der Rockhal ein Konzert ohne Handykameras, dafür mit umso mehr Präsenz. Nur die Merchpreise passten nicht zu Keenans Community-Predigt.

Maynard Keenan im Gegenlicht: Anstrahlen ließ sich der fotoscheue Frontmann nicht

Maynard Keenan im Gegenlicht: Anstrahlen ließ sich der fotoscheue Frontmann nicht Foto: Editpress/Leslie Schmit

Ja, ich weiß. Die Musiker verdienen an Plattenverkäufen nichts mehr, Spotify sei Dank. Das Tourgeschäft muss die Einnahmeausfälle kompensieren. Aber 170 Euro für ein signiertes Tourposter? 50 Euro für ein T-Shirt? Euer Ernst?

Aber fangen wir vorn an: Vergangenen Samstag haben A Perfect Circle ein exzellentes Konzert in der Rockhal gespielt. A Perfect Circle, das ist eines der beiden Nebenprojekte von Maynard Keenan, dem Frontmann der Progressive-Metal-Band Tool. Tool ist eine absolute Legende, und das liegt nicht zuletzt an Keenans Perfektionismus, gepaart mit einem ausgeprägten Hang zur Rätselhaftigkeit, die nicht unwesentlich zur Mythenbildung um die Band beigetragen hat. Pressescheu ist er obendrein, weshalb er sich am Samstag für die Zeit, in der die Pressefotografen vor der Bühne standen, außerhalb des Scheinwerferlichts positionierte. Und obwohl Keenan nicht zu sehen war, entfaltete er ab dem ersten Track („The Package“ vom 2003er-Album „Thirteenth Step“) eine wuchtige Bühnenpräsenz, die die gesamte Halle mühelos in ihren Bann zog.

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