Luxemburgs Fotografen und ihre Geschichten

„Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus“ – Georges Noesens Jagd nach dem geplanten Zufall

Man kennt ihre Bilder, aber selten ihre Geschichten. Das Tageblatt stellt in dieser losen Serie Fotograf*innen aus Luxemburg vor und fragt, wie sie zur Fotografie kamen, was ihren Blick geprägt hat und welche Momente ihnen bis heute besonders in Erinnerung geblieben sind.

Georges Noesen fotografiert seit Jahrzehnten Sport, Konzerte, Reisen und Natur – meist mit genauer Vorbereitung und einer klaren Vorstellung vom gewünschten Bild

Georges Noesen fotografiert seit Jahrzehnten Sport, Konzerte, Reisen und Natur – meist mit genauer Vorbereitung und einer klaren Vorstellung vom gewünschten Bild Foto: Editpress/Georges Noesen

Rund 270.000 Aufnahmen liegen in Georges Noesens Archiv. Vielleicht 70.000 davon habe er bisher gründlich durchgesehen, schätzt der Luxemburger Fotograf. Seit er in Rente ist, findet er erstmals die Zeit, sich durch die alten Ordner zu arbeiten. Zwischen Sportveranstaltungen, Konzerten, Reisen und langfristig geplanten Projekten dürften darin etliche Bilder liegen, an die er selbst gar nicht mehr denkt.

Dass sich über Jahrzehnte eine solche Menge ansammeln würde, war nicht geplant. Noesen fotografiert seit seiner Kommunion, als er eine kleine Kompaktkamera geschenkt bekommt. Technisches Wissen hat er damals keines. Er erinnert sich: „Ich habe einfach überall geknipst.“ Später kauft er sich Spiegelreflexkameras, benutzt sie jedoch lange wie die meisten Anfänger*innen: im Automatikmodus.

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