Ausstellung im Cercle Cité
In „Shapes – Beyond Geometry“ wird Mathematik zur Kunst
Wer bei Geometrie an langweilige Schulstunden und komplizierte Formeln denkt, dürfte im Cercle Cité überrascht werden. „Shapes – Beyond Geometry“ zeigt, wie viel mehr hinter einfachen Formen stecken kann.
Vorhang auf für die Vielfalt der Formen: In der Ausstellung „Shapes – Beyond Geometry“ stehen sie im Vordergrund Foto: Giulia Goetz
„My life is made up of squares, triangles, lines“, sagte einst die Künstlerin Vera Molnár. Gemeinsam mit François Morellet zählt sie zu den Pionieren der geometrischen Abstraktion. Ihre Werke sind nun im Cercle Cité zu sehen, zusammen mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen. Die Ausstellung zeigt, was uns Formen über unsere Welt verraten und wie eng Kunst und Mathematik miteinander verbunden sind.
Mathematik hat allerdings nicht unbedingt den besten Ruf. Wer denkt schon gerne an die vielen Stunden zurück, in denen man Gleichungen lösen musste, ohne zu wissen, wofür? Mitkurator und Mathematikprofessor Bruno Teheux erklärt in einem Interview mit dem Culture Blog, dass das Fach in der Schule oft als „starre“ Wissenschaft präsentiert werde. Mit der Ausstellung wolle man den Blick darauf verändern. Die Kunst biete dafür einen Zugang „durch die Hintertür“.