Kurz vor Pride-Parade
Zwei Tote und 21 Verletzte nach Schüssen in Oslo – Ermittlungen wegen Terrorverdachts
Die queere Szene wollte in Oslo die erste große Pride-Parade seit Beginn der Corona-Pandemie feiern. Doch dann fielen Schüsse. Zwei Menschen sind tot, viele verletzt. Norwegens Hauptstadt steht unter Schock.
Norwegische Polizeibeamte stehen am Samstag in den Straßen des Osloer Stadtzentrums zwischen Absperrbändern Wache, nachdem vor einem Pub Schüsse abgefeuert worden waren Foto: AFP
Es hätte der Auftakt zu einem ausgelassenen Party-Wochenende werden sollen – doch tödliche Schüsse haben eine beliebte Schwulen-Bar in Oslo zu einem Ort des Schreckens gemacht. Im Zentrum der norwegischen Hauptstadt erschoss ein mutmaßlicher Einzeltäter in der Nacht zum Samstag zwei Menschen. Mindestens 21 weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt, zehn davon schwer. Ermittelt wird jetzt auch wegen Terrorverdachts. Man gehe stark von Hasskriminalität aus, sagte Inspektor Tore Soldal. Bei dem Angreifer soll es sich um einen Norweger mit iranischen Wurzeln handeln.