Meinung

Zur Debatte um das koloniale und rassistische Erbe in den USA und Europa

Die Statue von Edward Colston, einem Kaufmann und Sklavenhändler im 17. Jahrhundert, wurde vor etwas mehr als einer Woche von Demonstranten in Bristol im Avon versenkt

Die Statue von Edward Colston, einem Kaufmann und Sklavenhändler im 17. Jahrhundert, wurde vor etwas mehr als einer Woche von Demonstranten in Bristol im Avon versenkt Foto: dpa/Ben Birchall

Es wirkte wie eine Ersatzhandlung, wie ohnmächtige Bilderstürmerei, als Demonstranten in Bristol das Denkmal eines Sklavenhändlers vom Sockel holten und es ins Hafenbecken kippten. Rache an einem Stück Metall. Aber die Aktion vermittelte auch etwas von der Wut, die sich bei vielen Betroffenen entwickelt hat. Wer sich empört, mag bedenken: Hier richten Leute ihre Gewalt gegen Sachen, die zuvor offenen und verdeckten Rassismus gegen sich erlebt haben. Es ist nicht rechtens, aber es ist, wenn man so will, eine maßvolle Reaktion. Und ein Hilferuf an die Mehrheitsgesellschaft, sich endlich dem Thema zu widmen.

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