Selenskyj in Berlin

Wo Deutschland und die Ukraine zusammenarbeiten wollen

Für Kanzler Friedrich Merz ist das Ziel klar: ein Beitritt der Ukraine in die Europäische Union. Zunächst aber macht Deutschland das von Russland überfallene Land zum strategischen Partner. Es geht auch um eigene Interessen.

Kanzler Friedrich Merz empfängt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt Berlin

Kanzler Friedrich Merz (r.) empfing Wolodymyr Selenskyj mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt in Berlin Foto: Odd Andersen/AFP

Der wichtige Termin wird aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheimgehalten. Nur die weiträumigen Absperrungen rund um das Bundeskanzleramt in Berlin verraten am frühen Morgen, dass Friedrich Merz (CDU) hohen Besuch erwartet: Erstmals seit über 20 Jahren kommen deutsche und ukrainische Regierungsvertreter zu Regierungskonsultationen zusammen. Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mit sechs Ministern seines Kabinetts angereist – und bei dem Arbeitstreffen auf höchster Ebene werden die Beziehungen beider Länder auf eine neue Stufe gebracht: Die Ukraine soll fortan strategischer Partner Deutschlands sein. Das bedeutet mehr Augenhöhe und Kooperationen bei der Rüstung, bei Rohstoffen, bei der Digitalisierung und anderen Themen. Berlin verfolgt dabei ausdrücklich auch eigene Interessen. Was sind die wichtigsten Ergebnisse des Treffens?

Perspektive EU-Beitritt

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