Deutschland

Wirbel um Sonderzahlungen droht für Grüne zur Belastung im Wahlkampf zu werden

Der Vormarsch der Grünen kommt ins Stocken. Nach Parteichefin Annalena Beaerbock hat auch ihr Amtsvorgänger Cem Özdemir erhaltene Sonderzahlungen in fünfstelliger Höhe erst mit erheblicher Verspätung der Bundestagsverwaltung gemeldet. Die Vorgänge könnten für die Grünen zur Belastung im Wahlkampf werden.

Der Hype lässt merklich nach: Die Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock sackt in jüngsten Umfragen deutlich ab.

Der Hype lässt merklich nach: Die Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock sackt in jüngsten Umfragen deutlich ab. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Eigentlich ist Cem Özdemir schon ein gebranntes Kind. 2002 war bekannt geworden, dass einige Bundestagsabgeordnete ihre dienstlich angesammelten Bonusmeilen für private Flugreisen nutzten. Auch Özdemir. Die Affäre löste seinerzeit viel Wirbel im Bundestagswahlkampf aus. Am Donnerstagabend nun räumte sein Bundestagsbüro ein, dass Özdemir in den Jahren 2014 bis 2017 als Grünen-Vorsitzender Weihnachtsgeld in Höhe von insgesamt 20.580,11 Euro erhalten hat, was erst jetzt der Bundestagsverwaltung mitgeteilt wurde. Dabei sind alle Abgeordneten verpflichtet, solche Einkünfte dort binnen drei Wochen nach Erhalt anzuzeigen. Özdemirs Büro sprach von einem Versehen und versicherte, dass das Geld zuvor „selbstverständlich ordnungsgemäß versteuert“ worden sei. Auch sei man selbst aktiv geworden, es habe keine Aufforderung von der Bundestagsverwaltung gegeben.

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