Großbritannien

Wikileaks-Gründer Julian Assange fürchtet den Auslieferungsbescheid

Jetzt liegt sein Schicksal in den Händen von Priti Patel. Die britische Innenministerin muss bis zum 20. Juni entscheiden, ob Julian Assange in die USA ausgeliefert wird.

Unterstützungskundgebung für den WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Mittwoch in Wien. Weltweit verlangen Verteidiger der Pressefreiheit, dass Assange nicht an die USA ausgeliefert wird.

Unterstützungskundgebung für den WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Mittwoch in Wien. Weltweit verlangen Verteidiger der Pressefreiheit, dass Assange nicht an die USA ausgeliefert wird. Foto: Joe Klamar/AFP

Der Wikileaks-Gründer wird von der amerikanischen Regierung der „unbefugten Enthüllung von Verteidigungsinformationen“ beschuldigt. Er soll gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht haben. Dadurch habe er das Leben von US-Informanten gefährdet. Da Assange auf der Grundlage eines Spionage-Gesetzes angeklagt wird, drohen dem 50-Jährigen im Fall einer Auslieferung bis zu 175 Jahre Haft. Die Anwälte von Assange machen sich nicht viel Hoffnung, dass Patel das Auslieferungsbegehren ablehnen wird. Zum einen ist die Innenministerin eine Rechtsauslegerin und hatte in der Vergangenheit noch nie viel Sympathien mit politischen Aktivisten gezeigt. Zum anderen ist die britische Regierung nicht daran interessiert, ihr Verhältnis zu den USA zu beschädigen, mit denen man einen Freihandelsvertrag abschließen will.

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