„Global Sumud Flotilla“
Israel geht erneut gegen Gaza-Hilfsflotte vor – zwei Teilnehmer aus Luxemburg betroffen
Ende April war die „Global Sumud Flotilla“ bereits in internationalen Gewässern bei Kreta gestoppt worden. Dann folgte ein neuer Versuch. Jetzt wird die Hilfsflotte erneut von Israel aufgehalten und hunderte Teilnehmer festgenommen, unter ihnen auch zwei luxemburgische Teilnehmer.
Boote der „Global Sumud Flotilla“ verlassen den Hafen von Marmaris in der Türkei in Richtung Gaza Foto: Murat Kocabas/AP/dpa-Archiv
Die israelische Marine ist erneut gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte vorgegangen. Auf einer Live-Videoübertragung der „Global Sumud Flotilla“ war zu sehen, wie Soldaten der israelischen Marine ein Boot mit Aktivisten enterten. Laut ihres eigenen Trackers war die Flotte westlich von Zypern unterwegs. Die Veranstalter sprachen von einer „Attacke“ Israels auf ihre Boote, die sich etwa 250 Seemeilen von Gaza entfernt ereignet habe.
Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, die Marine habe die Kontrolle über Boote der Hilfsflotte übernommen. Die Aktivisten an Bord sollten festgenommen und auf ein Schiff der Marine gebracht werden, auf dem sich ein „schwimmendes Gefängnis“ befinde. Unter den rund 400 Festgenommenen sollen sich zwei luxemburgische Teilnehmer befinden, geht aus einer Pressemitteilung der luxemburgischen Sektion von „Global Sumud Flotilla“ hervor. Wo sie sich derzeit befinden, ist nicht bekannt.
Israel spricht von Provokation
Das israelische Außenministerium warf den Aktivisten in einem Post auf der Plattform X, es ginge ihnen nur um Provokation und nicht um humanitäre Hilfe. Sie dienten damit nur der islamistischen Terrororganisation Hamas, die weiter einen Teil des Gazastreifens kontrolliert. „Israel wird keinerlei Verletzung der rechtmäßigen Seeblockade des Gazastreifens zulassen“, hieß es weiter in dem Post. Israel fordere alle Teilnehmer auf, „sofort den Kurs zu ändern und umzukehren“.