Dänemark

Wie therapiert man Politik-Mobbing? 

„Unsere Partei ist kein Clownbus“, meinte Lars Lökke Rasmussen, Vorsitzender der dänischen Regierungspartei „Moderaten“, als er abgekämpft nach einer neunstündigen Krisensitzung vor die Kameras trat. Mitarbeiter der Partei hatten Mobbing, „Tyrannen-Kultur“, „Schikanieren von Frauen“ und Sexismus bei der Arbeitsaufsichtsbehörde zur Sprache gebracht, was über die Boulevardzeitung BT an die Öffentlichkeit gelangte. Dieser Skandal, so Kommentatoren in den Medien, könne die Regierungskoalition zum Wanken bringen.

Die Vorwürfe richten sich auch gegen die eben erst frisch ernannte Digitalisierungsministerin Caroline Stage (erste von links)

Die Vorwürfe richten sich auch gegen die eben erst frisch ernannte Digitalisierungsministerin Caroline Stage (erste von links) Foto: AFP

Als Gegenmittel hat Lökke angekündigt, einen Psychologen zu engagieren und auch soll das von der EU vorgegebene Whistleblow-System eingerichtet werden, bei dem Beschäftigte Missstände in Unternehmen risikofrei melden können. Vor allem im Parteisekretariat soll es zu den Übergriffen gekommen sein, nach denen Mitarbeiter weinend auf dem Flur zusammen gebrochen seien.

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