Ländliche Bluttat wird zum Terror-Mord

Wie ist es um die Sicherheit prominenter britischer Politiker bestellt?

Nachdem die nationale Antiterror-Polizei die Ermittlungen zum Mord an einer prominenten Person der nationalpopulistischen Reform UK-Party übernommen hat, diskutiert Westminster über die Sicherheit aktiver und ehemaliger Politikerinnen.

Die Reform-UK-Politikerin Ann Widdecombe wurde tot in ihrem Haus aufgefunden

Die Reform-UK-Politikerin Ann Widdecombe wurde tot in ihrem Haus aufgefunden Foto: Oli Scarff/AFP

Innenministerin Shabana Mahmood kündigte am Montagnachmittag im Unterhaus eine umfassende Prüfung der bisher bestehenden Maßnahmen an und offerierte Reform-Parteichef Nigel Farage ein Gespräch über dessen lautstark öffentlich geäußerte Sorgen. „Für uns ist die Politik eine Berufung“, sagte Mahmood. „Aber sie sollte nicht gefährlich sein.“ In den vergangenen zehn Jahren sind zwei Abgeordnete von politischen Gewalttätern ermordet worden.

Die stramme Konservative und einstige Gefängnis-Staatssekretärin Widdecombe hatte 2010 das Unterhaus verlassen und war anschließend als TV-Personality zu Prominenz gekommen. Früh zu Farages damaliger Brexit-Party gestoßen, diente sie noch ein halbes Jahr lang als Europa-Abgeordnete und sprach für Reform UK über Justizpolitik. Sicherheitsmaßnahmen an ihrem am Rande eines Dorfes gelegenen Haus lehnte sie ausdrücklich ab.

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