Deutschland
Wie es für die Ampel im Herbst weitergeht
Wie nah ist die Ampel-Koalition ihrem eigenen Ende? Das wird nervös diskutiert. Der Rücktritt der Grünen-Spitze hat davon nur kurz abgelenkt. Dabei sind die Grünen nicht die Einzigen, bei denen es kriselt.
Kanzler Olaf Scholz (r.) hat – bislang noch – wegen der Regierungsarbeit weit weniger Ärger in seiner Partei als der Grüne Robert Habeck Foto: Tobias Schwarz/AFP
Mitten in die nervöse Debatte über ein vorzeitiges Ende der Ampel-Koalition traf am Mittwoch der Paukenschlag der Grünen: Der Parteivorstand tritt geschlossen zurück. Zu viele Wahldebakel bei der Europawahl und den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und zuletzt in Brandenburg in Folge, zu rapide sinkende Werte in den Umfragen – das betrifft, mit wenigen Ausnahmen bei einzelnen Wahlen, alle Ampel-Parteien. Doch die Grünen-Chefs Ricarda Lang und Omid Nouripour zogen nun die Reißleine. Mit ihrem Rücktritt luden die beiden einen großen Teil der Verantwortung für die tiefe Krise der Partei auf sich – auch wenn sie diese sicherlich nicht alleine zu verantworten haben.