Standpunkt

Wie die Grüne Revolution Afrika schadet

Die norwegische Nobelkommission hat den Friedensnobelpreis dieses Jahres an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen vergeben und erklärt, es wolle „die Augen der Welt auf die Millionen von Menschen richten, die Hunger leiden oder von ihm bedroht sind“. Deren Anzahl ist heute größer als je zuvor – und dafür ist größtenteils das dysfunktionale weltweite Nahrungsmittelsystem verantwortlich.

Wie die Grüne Revolution Afrika schadet

Foto: Kathy Mueller, Canadian Red Cros

Schon vor der Covid-19-Pandemie waren weltweit etwa zwei Milliarden Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen, und fast 750 Millionen von ihnen litten unter chronischem oder schwerem Hunger. Durch die Gesundheits- und Wirtschaftskrise dieses Jahres wurde die Lage noch viel schlimmer – teilweise aufgrund ihrer Folgen für die Nahrungsmittelvorräte, aber sogar noch stärker deshalb, weil die Ungleichheit zunahm und viele, bereits vorher verletzliche Menschen ihren Lebensunterhalt verloren.

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