Schülerartikel
Wie Putin seinen Landsleuten einen Maulkorb anlegt: Russische Zensur in Zeiten des Krieges
In Russland wird der Ukraine-Konflikt nicht als Krieg, sondern als Spezialoperation bezeichnet und als Zurückeroberung abtrünniger Gebiete angesehen. Es ist sogar verboten, sich dazu zu äußern. Den russischen Medien ist es offiziell nicht erlaubt, von „Krieg“, „Invasion“ oder „Einmarsch“ im Kontext mit dem Nachbarland, der Ukraine, zu sprechen.
Marina Owsjannikowa protestiert während einer Live-Sendung im russischen Fernsehen Foto: AFP
Marina Owsjannikowa protestierte medienwirksam und offen im russischen Fernsehen gegen den Krieg. Die russische Redakteurin wurde danach wegen ihrer Äußerungen zum Russland-Ukraine-Krieg festgenommen und 14 Stunden verhört. Weitere Prozesse könnten folgen, weil die Journalistin ihre Stimme erhoben und aktiv „Stoppt den Krieg!“ gefordert hat. Neben den bereits verhängten Strafen wird es weitere Ermittlungen gegen sie geben, unter anderem wegen der angeblichen Verbreitung von Lügen über die russischen Streitkräfte. So wurde Owsjannikowa zur Kämpferin gegen Zensur.