Russland

Wie Putin das Gedenken an den Sieg 1945 missbraucht: Vom „Tag des Sieges“ zum „Tag des Krieges“

Der 9. Mai sei heilig für Russland, sagt Wladimir Putin. Mit dem Gedenken an den Zweiten Weltkrieg macht der Kreml Politik und instrumentalisiert es zur Rechtfertigung des Krieges in der Ukraine.

Russische MiG-29-Kampfjets im Tiefflug über Moskau: Die diesjährige Feier soll noch pompöser ausfallen als sonst

Russische MiG-29-Kampfjets im Tiefflug über Moskau: Die diesjährige Feier soll noch pompöser ausfallen als sonst Foto: AFP/Kirill Kudryawtsew

Moskau ist dieser Tage in ein tiefes Rot getaucht. Riesige Flaggen, die über zwei Etagen reichen, hängen an den Hochhäusern zentraler Straßen. An den Brücken flattern Banner im Wind, „Pobeda“ ist in Weiß auf Rot darauf gedruckt. Sieg. Es ist ein Wort und ein Wert, an die sich das Land, die Führung wie das Volk, klammert. Russland sei eine Siegesnation, brüllen die Propagandisten. Der Sieg sei heilig, sagt der russische Präsident Wladimir Putin seit Jahren. Sein Land werde immer nur Siege einfahren. So mancher Kritiker im Land wünscht sich in der Ukraine derweil eine russische Niederlage, um Russlands Kult des Sieges, den Kult der Gewalt zu durchbrechen.

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