EU unter Druck
Wie Putin, Trump und Xi darauf hinarbeiten, dass Europa scheitert
Die Eskalation der russischen Angriffe ist beunruhigend. Aber auch die USA und China wollen ein vereintes und starkes Europa verhindern.
Sie haben zwar keinen gemeinsamen Plan, aber offensichtlich das gleiche Ziel: US-Präsident Donald Trump und der russische Machthaber Wladimir Putin im August 2025 in Alaska Foto: Andrew Caballero-Reynolds/AFP
Was haben die immer brutaler werdenden russischen Angriffe auf die Ukraine und der demonstrative Schmusekurs von Donald Trump und Xi Jinping gemeinsam? Mehr als es auf den ersten Blick scheint. Das verbindende Element: Die EU gerät von verschiedenen politischen Kraftzentren unter Druck.
Der russische Präsident Wladimir Putin sucht sein Heil in einer Mehrfronten-Strategie. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme zu Hause, der Unzufriedenheit der Bevölkerung wegen Inflation und hoher Spritpreise verschärft Putin massiv die Repression nach innen und die Eskalation nach außen. Er zieht die Daumenschrauben gegen Regime-Kritiker an. In der Ukraine attackiert er nicht nur Kraftwerke, um das Land erst in extreme Winterkälte und dann in die Kapitulation zu treiben. Der Kremlchef feuert auch zunehmend Raketen und Drohnen auf Wohngebäude, Einkaufszentren, Krankenhäuser, Schulen oder zuletzt die Akademie der Wissenschaften in Kiew, um den Widerstandswillen der Menschen zu brechen.