Hintergrund

Wie Nigeria in Italien einen Korruptionsprozess gegen die Ölkonzerne Eni und Shell verlor

Drei Jahre dauerte der spektakuläre Prozess gegen Topmanager der Erdölgesellschaften Eni und Shell. In dieser Woche endete das Verfahren in Mailand mit Freisprüchen. Der Staat Nigeria, der die Klage erhoben hatte, erwägt, Revision einzulegen.

Die Kläger forderten 900 Millionen Euro: Eni-CEO Claudio Descalzi

Die Kläger forderten 900 Millionen Euro: Eni-CEO Claudio Descalzi Foto: AFP/Miguel Medina

Die Anklage hatte dem Chef des italienischen Erdölkonzerns Eni, Claudio Descalzi, seinem Amtsvorgänger Paolo Scaroni sowie elf weiteren Angeklagten aus den Chefetagen von Eni und der niederländisch-britischen Royal Dutch Shell vorgeworfen, insgesamt 801 Millionen US-Dollar Bestechungsgelder für die Ausbeutung des vor der nigerianischen Küste liegenden Ölblocks OPL 245 gezahlt zu haben. Unter den Mitangeklagten war auch der frühere nigerianische Energieminister Dan Etete. Die beiden Konzerne versprachen sich von der Ausbeutung des Ölfelds einen Ertrag von neun Milliarden Barrel Rohöl.

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