Gemeinsame Militärübungen

Wie Indonesien es schafft, ein „Freund für alle“ zu sein

Indonesien hält diese Woche seine ersten gemeinsamen Marineübungen mit Russland ab. Doch trotz seiner Nähe zu Moskau will der neue Brics-Anwärter weiterhin „Freund für alle“ sein. In derselben Woche trainieren die Streitkräfte deswegen andernorts mit den Australiern. Kann so ein Konzept aufgehen?

Indonesische Militärangehörige schauen einem russischen U-Boot beim Manövrieren zu

Indonesische Militärangehörige schauen einem russischen U-Boot beim Manövrieren zu Foto: AFP/Juni Kriswanto

In unsicheren Zeiten neutral zu sein, das kann ein großer Vorteil sein. Dies weiß auch die Schweiz. Indonesien jedoch verfolgt seit Längerem ein nochmals etwas anderes Konzept, nämlich das des „bebas aktif“ – was übersetzt so viel bedeutet wie „frei und aktiv“. Wie dieses Konzept aussieht, wird diese Woche besonders anschaulich: So hat der südostasiatische Inselstaat nicht nur die russische Marine zum gemeinsamen Training auf einem Marinestützpunkt in Surabaya und in der Javasee willkommen geheißen, auch die australischen Streitkräfte sind für Übungen zu Gast.

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