Mallorca
Wie Corona den eigentlichen Ausnahmezustand am Ballermann beendet
Leer gefegte Schankterrassen. Heruntergelassene Rollläden. Kein Mensch auf der Straße. Mallorcas berühmte Vergnügungszone an der Playa de Palma, die auch unter dem Namen „Ballermann“ bekannt ist, gleicht derzeit einem Geisterviertel. Statt Partystimmung, die hier normalerweise von April an die Wogen und den Alkoholkonsum hochschlagen lässt, herrscht tote Hose.
Leere Restaurants, leere Strände: Tote Hose am Ballermann Foto: AFP/Jaime Reina
Die Covid-19-Epidemie bewirkte, was die Inselregierung mit ihrem Sittenfeldzug nicht schaffte: dem Sauftourismus auf Mallorca den Garaus zu machen. Die großen Vergnügungstempel wie etwa der „Bierkönig“ oder der „Megapark“ mussten ihre Feiern zum Saisonstart, auf denen üblicherweise Tausende von Gästen auf den Tischen tanzen, absagen. Und derzeit sieht es nicht danach aus, als ob bald wieder die Massen im Rhythmus des Ballermann-Hits „Alle blau“ die Gläser heben können.