Österreich
Widerstand gegen deutschen Ansturm auf alpenrepublikanische Medizin-Unis
In Österreich formiert sich Widerstand gegen eine besondere Spezies von „Flüchtlingen“ ausgerechnet deshalb, weil diese nicht dauerhaft bleiben wollen: Am Numerus Clausus gescheiterte Deutsche sollen vom Medizinstudium ausgeschlossen werden.
Der Ärztemangel in Österreich lässt sich offenbar auch nicht nur durch beschränkten Zugang von ausländischen Studierenden zu den Medizin-Unis des Landes beheben Foto: Editpress-Archiv
In zehn Tagen steht wieder das knallharte Ausleseverfahren auf dem Kalender: 15.400 Bewerber rittern in einem gefürchteten Aufnahmetest um die insgesamt 1.850 Studienplätze an den österreichischen Medizin-Unis in Wien, Linz, Graz und Innsbruck. Fest steht schon jetzt: Nur drei Viertel dieser Plätze werden an Österreicher gehen. Darunter werden sich noch der eine oder andere Luxemburger, Liechtensteiner oder Südtiroler mischen, denn die sind Österreichern gleichgestellt. Ein Fünftel der Studienplätze ist gemäß einer seit 2006 geltenden Quotenregelung EU-Bürgern vorbehalten, die restlichen fünf Prozent Drittstaatsangehörigen.