EU-Parlament
Weiterer Punktgewinn für die Glyphosat-Hersteller: Keine Mehrheit für Verbot im Umweltausschuss
Es sollte ein markantes politisches Zeichen der Glyphosat-Gegner werden: Einspruch des EU-Parlamentes gegen eine verlängerte Zulassung. Doch das Votum kam nicht zustande. Mitte November unternimmt die EU-Kommission einen neuen Versuch, das Pflanzenschutzmittel für weitere Jahre zu erlauben.
Das Pestizid Glyphosat sorgt seit Jahren für Diskussionen, nicht nur in der Europäischen Union Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Die Glyphosat-Gegner sind am Dienstag bei dem Versuch gescheitert, den politischen Druck auf ein Verbot in der EU zu verstärken. Im Umweltausschuss des Europa-Parlamentes bekam ein Einspruch gegen die weitere Glyphosat-Nutzung keine Mehrheit. Dies ist bemerkenswert, weil zugleich eine Mehrheit für einen insgesamt deutlich eingeschränkten Pestizid-Einsatz zustande kam. Damit wachsen die Chancen für die Bayer-Tochter Monsanto und weitere Hersteller, das Pestizid auch nach dem Auslaufen der aktuellen Genehmigung im Dezember in der EU verkaufen zu können.