Großbritannien
Wegen der Beschimpfungen gegen die unglücklichen Elfmeterschützen debattiert Großbritannien über Rassismus
Wegen der Beschimpfungen gegen die unglücklichen Elfmeterschützen debattiert Großbritannien am Tag nach dem verlorenen EM-Finale über Rassismus. Premier Johnson spielt dabei eine ambivalente Rolle.
Viele englische Fußballfans reagierten empört über das Verhalten von Hooligans und Rassisten Foto: AFP/Frank Augstein
In den Stolz übers Erreichen des EM-Finales und die Traurigkeit über die Niederlage mischte sich am Montag für viele englische Fußballfans die Empörung über das Verhalten von Hooligans und Rassisten. Schon vor dem Spiel war eine Gruppe ticketloser Engländer ins Londoner Wembley-Stadion eingedrungen und hatte dort wild um sich geprügelt, vor allem auf dunkelhäutige Fans. Nach dem Spiel lieferten sie sich ein Gefecht mit der Polizei. Online mussten sich die drei allesamt schwarzen Unglücksschützen im Elfmeterschießen „widerwärtige Beschimpfungen“ anhören, wie Premierminister Boris Johnson konstatierte. Inzwischen ermittelt Scotland Yard.