2.700 illegale Einreisen aus Luxemburg
Was haben Deutschlands Grenzkontrollen nach zwei Jahren gebracht?
An den deutschen Landesgrenzen gibt es seit Herbst 2024 wieder Grenzkontrollen bei Einreisen. So sieht die Bilanz zu Luxemburg aus.
Ein Polizist hält Fahrzeuge an der Grenze zu Deutschland an Foto: Harald Tittel/dpa
Bei den vor rund zwei Jahren wiedereingeführten Grenzkontrollen sind in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz und im Saarland insgesamt gut 8.500 illegale Einreisen gezählt worden. Etwa 5.300 kamen aus Frankreich, knapp 2.700 aus Luxemburg und rund 550 aus Belgien über die Grenze nach Deutschland, wie die Bundespolizei mitteilte.
An allen deutschen Landesgrenzen gibt es seit dem 16. September 2024 wieder Grenzkontrollen bei Einreisen. Das Bundesinnenministerium hatte sie angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen stärker einzudämmen. Sie wurden mehrfach verlängert – zuletzt bis Mitte März 2027.
Fast 4.000 Personen sind laut Bundespolizei bis Ende September dieses Jahres nach Frankreich zurückgewiesen worden, rund 1.800 nach Luxemburg und 335 nach Belgien.
Weiter gibt es Kritik an den Grenzkontrollen
Bei den Kontrollen seien insgesamt 277 Schleuser vorläufig festgenommen worden, hieß es von der Bundespolizeiinspektion Trier. Zudem seien 1.077 Menschen mit offenen Haftbefehlen aufgegriffen worden.
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Vor allem im Grenzraum zwischen Deutschland und Luxemburg stoßen sie auf beiden Seiten auf Kritik. Mehr als 50.000 deutsche Grenzgänger arbeiten in Luxemburg.