Analyse

Was die Wahlen in Frankreich und Slowenien für die Zukunft der EU bedeuten

Die Erleichterung über die Wiederwahl des Europafreundes Macron beherrscht die Wahrnehmung aus EU-Sicht. Die Abwahl der Rechtspopulisten in Slowenien verstärkt diesen Effekt. Doch hinter den Wahlergebnissen verbergen sich fatale Entwicklungen. Die Herausforderungen für die EU wachsen. Der Abgrund bleibt nahe.

Anhänger des französischen Präsidenten Emmanuel Macron feiern am Eiffelturm mit Landesflaggen und Europafahnen

Anhänger des französischen Präsidenten Emmanuel Macron feiern am Eiffelturm mit Landesflaggen und Europafahnen Foto: AP/dpa/Lewis Joly

Die politischen Seismografen schlugen am Wochenende heftig aus, als den Anhängern der europäischen Idee dicke Steine vom Herzen fielen: Die Franzosen wollten nicht werden wie die Ungarn. Und die Slowenen auch nicht. Zwei gute Nachrichten auf einmal. Wer die EU am Abgrund gesehen hatte, lehnte sich beruhigt zurück. Die liberal-grüne Bewegung von Robert Golob jagte den rechtspopulistischen Janez Jansa in die Wüste und schickt sich an, wie in Deutschland eine Art Ampel-Regierung als neues osteuropäisches Muster zu bilden. Und die den Franzosen vorgelegte Frage, wer fünf Jahre Präsident sein soll, war mit der Frage verknüpft, ob sie für ein in die EU integriertes Frankreich seien. Sie sagten jedoch nur oberflächlich ja. Und das ist das Problem.

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