Frage historischer Gerechtigkeit

Warum Spaniens Regierung Palästina als Staat anerkennt

Als erstes großes EU-Land hat Spanien am Dienstag Palästina formell als eigenen Staat anerkannt. Der sozialdemokratische Regierungschef Pedro Sánchez sagte in einer TV-Ansprache an die Nation, dies sei „eine Frage der historischen Gerechtigkeit im Hinblick auf die legitimen Bestrebungen des palästinensischen Volkes“. Dieser Schritt sei zudem zwingend notwendig, um einen Frieden im Nahen Osten zu erreichen.

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez wandte sich mit einer Ansprache an die Bevölkerung

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez wandte sich mit einer Ansprache an die Bevölkerung Foto: AFP/Thomas Coex

Der Schritt war mit den Regierungen Norwegens und Irlands koordiniert worden, die ebenfalls die Anerkennung der Palästinensergebiete als eigenen Staat beschlossen hatten. Damit wird Palästina inzwischen von elf Mitgliedern der Europäischen Union (EU) als unabhängiges Land anerkannt: Vor Spanien und Irland unternahmen in der Vergangenheit bereits Schweden, Griechenland, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Slowakei und Tschechien diesen Schritt. Norwegen und Island gehören nicht der EU an, sind aber Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

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