Deutschland
Wagenknecht-Partei BSW will „Korrektiv zur AfD“ sein
Was macht eigentlich das BSW? Seit die Partei nicht mehr im Bundestag ist, hört man von ihr nicht mehr viel. Doch ist das parlamentarische Ende der Wagenknecht-Gruppe noch nicht besiegelt: Ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht läuft – und im Osten gibt es Wahlen.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht machte am Donnerstag Wahlkampf in Berlin-Schöneberg Foto: Christoph Soeder/dpa
Seit das BSW nicht mehr im Bundestag ist, hört man von der von Sahra Wagenknecht gegründeten Partei nicht mehr viel – und wenn, dann geht es um Zoff und Chaos in den eigenen Reihen. Doch bei den Wahlen im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hofft die Wagenknecht-Partei die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Frontfrau Wagenknecht, die den Parteivorsitz inzwischen abgegeben hat, machte dafür bereits am Donnerstag in Berlin Wahlkampf – und besuchte mit Anhängern unter anderem eine Kneipe.
Der eigentliche Fokus liegt aber in Ostdeutschland. Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali sagte dem Tageblatt derweil mit Blick auf die Landtagswahlen: „Wir können das Korrektiv zur AfD sein.“ Sie fügte hinzu: „Wenn das BSW in Magdeburg in den Landtag einzieht, kann die AfD wahrscheinlich nicht allein regieren, ebenso wird eine All-Parteien-Koalition, die einfach die gleiche, schlechte Politik weitermacht, dann wahrscheinlich keine Mehrheit haben.“