Geschichte
Vor 520 Jahren starb Christoph Kolumbus
Als der aus Genua stammende Seefahrer Christoph Kolumbus im Jahr 1492 ahnungslos das südamerikanische Festland erreichte, brach für Europa eine neue Ära an.
Das Monumento a Colón in Barcelona Foto: 82er, Public domain, via Wikimedia Commons
Das Überlegenheitsgefühl der Europäer, die bereits seit der Antike Expansionen vornahmen, sollte sich nach Entdeckung Amerikas noch steigern. Vor allem Asien und Indien stellten bis dahin die bevorzugten Ziele dar. Für die arabische Schifffahrt galt eine Umsegelung Afrikas von Osten her in das „Meer der Finsternis“ – so der frühere arabische Name für den atlantischen Ozean – als uninteressant.
Über Kolumbus Herkunft gibt es zum Teil unterschiedliche Interpretationen. Sein Vater Domenico war Wollwebermeister und seine Mutter hieß Susanna di Fontanarossa. Christoph hatte vier Geschwister. Neben Genua erhoben weitere 17 Städte und Orte Italiens sowie eine Reihe europäischer Länder Anspruch auf seinen Geburtsort. Auch das Geburtsdatum wirft Zweifel auf. Als gesichert gilt, dass Kolumbus zwischen Ende August und Ende Oktober 1451 in Genua geboren wurde. Er änderte späterhin seinen Namen: Aus Cristoforo Colombo wurde Cristovão Colom (portugiesisch) und Cristóbal Colón (kastilisch). Laut der von seinem Sohn verfassten und posthum im Jahr 1571 in Venedig erschienenen „Historie della vita et dei fatti dell’ammiraglio D. Christoforo Colombo“ war er ein wohlgebauter Mann mit einer Adlernase und weißen Haaren. Im Essen und Trinken sowie in der Kleidung zeichnete er sich durch Bescheidenheit aus. Leider existiert von dem Seefahrer, der 1479 die 25-jährige Adelige Doña Felipa de Perestrello e Moniz heiratete, kein authentisches Bild.