Europawahlen

Von der Leyens Pirouetten: Befremdliche Aspekte einer Spitzenkandidatur

Sie will offensichtlich Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Wahlen zum Europa-Parlament werden, aber nicht fürs Europa-Parlament kandidieren. Ursula von der Leyen ist speziell, und die Gemengelage in der EU noch spezieller.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss sich entscheiden, wie es weitergeht 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss sich entscheiden, wie es weitergeht  Foto: Getty Images via AFP

Es ist ein deutsches Wort und eine deutsche Erfindung. „Spitzenkandidat“ heißt es auf Englisch, „Spitzenkandidat“ auf Italienisch, „Spitzenkandidat“ auf Französisch, wenn EU-Parlamentarier in Brüssel über die Europawahlen im nächsten Juni sprechen. 2014 wurde das Prinzip erstmals eingeführt, um die Wähler mehr an die EU heranzuführen. Devise: Seht her, ihr könnt mit Eurer Stimme direkt beeinflussen, wer an der Spitze der EU-Kommission das Sagen haben soll. Gleich beim ersten Mal klappte es, dass der Spitzenkandidat der christdemokratisch-konservativen EVP, Jean-Claude Juncker, mit seiner Partei vorne lag – und ins Berlaymont, den Sitz der Kommission, einzog. Das will die EVP nun wiederholen. Mit Ursula von der Leyen als ihrer Spitzenkandidatin. Doch es gibt dabei mehr als ein Problem.

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