Irland
Viel Geld, gedrückte Stimmung: Im Wahlkampf sind Unabhängige auf dem Vormarsch
Irland im Glück: Keine drei Wochen ist es her, dass Premierminister Simon Harris von der konservativen Fine Gael (FG) die Wählerschaft an die Urnen gerufen hat. Und schon ist die Ziellinie in Sicht. An diesem Freitag bestimmen die Menschen auf der grünen Insel die Zusammensetzung des Dubliner Parlaments Dáil.
Wird er weiter an der Spitze Irlands stehen? Simon Harris will wiedergewählt werden. Foto: AFP
Vorab stehen zwei Dinge fest: Wegen des Bevölkerungszuwachses auf 5,1 Millionen erhält auch die Dáil Zuwachs auf 174 Frauen und Männer (bisher 160). Und die Regierungsbildung wird länger dauern als der Wahlkampf. So jedenfalls suggerieren es die Meinungsumfragen, wonach FG, der bisherige nationalliberale Koalitionspartner Fiánna Fáil (FF) sowie die linkspopulistische Sinn Féin (SF) gleichauf bei jeweils rund 20 Prozent liegen. Sollten FG und FF eine Neuauflage ihrer Koalition anstreben, bräuchten sie mindestens einen verlässlichen Dritten. Bisher waren dies die Grünen, wobei diese der Malaise aller Ökoparteien Westeuropas anheimzufallen scheinen: Harte, schmerzhafte Schritte zur Entkarbonisierung der Wirtschaft kosten Geld, und bezahlen will für die Eindämmung der Klimakrise kaum jemand.