Förderung
Viel EU-Geld für Biobauern – und viele Zweifel
Zwölf Milliarden Euro hat die EU in den letzten Jahren in die Förderung der ökologischen Landwirtschaft gesteckt. Doch zu Verbleib und Effekt der Gelder stellt der Europäische Rechnungshof der Kommission und den Mitgliedsländern ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.
Bis zum Jahr 2030 soll ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche in der EU nach biologischen Kriterien angebaut werden. Luxemburg ist von diesem Ziel noch weit entfernt. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
40 Prozent der gesamten Fläche aller 27 EU-Mitgliedsländer werden landwirtschaftlich genutzt. Bis 2030 soll ein Viertel davon ökologisch und biologisch genutzt werden. Das ist ein ambitioniertes Ziel und bedeutet seit dem 2022er Stand von gerade mal 10,5 Prozent, dass da noch ein gewaltiger Sprung nötig ist. Die EU hat in den letzten Jahren mehr als zwölf Milliarden Euro ausgegeben, um dem Ziel näherzukommen. Doch wenn es bei dem bisherigen Zuwachs bleibt, wird dieses Ziel krachend verfehlt. Gerade mal 16,7 Prozent werden es nach Berechnungen des Europäischen Rechnungshofes sein, wenn nicht massiv nachgesteuert wird. Doch die Kontrolle fehlt genauso wie ein Plan mit Visionen für die Zeit nach 2030.