Jewgeni Prigoschin

Verscharrt und vergessen

Der abgestürzte Söldnerchef Jewgeni Prigoschin ist offenbar in seiner Heimatstadt Sankt Petersburg beerdigt worden. Die Öffentlichkeit wurde über den Tag hinweg in einer regelrechten Maskerade an der Nase herumgeführt.

Ein Soldat der russischen Nationalgarde steht Wache auf dem Friedhof Porochowskoje

Ein Soldat der russischen Nationalgarde steht Wache auf dem Friedhof Porochowskoje Foto: AFP/Olga Maltseva

Der „Held Russlands“ ist unter der Erde. So lässt es jedenfalls der Pressedienst des russischen Söldnerchefs Jewgeni Prigoschin am Dienstagabend mitteilen. Die Abschiedszeremonie habe in „geschlossener Runde“ stattgefunden, heißt es auf wenigen Zeilen, die Verwandtschaft habe keine Öffentlichkeit gewollt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bereits zuvor mitgeteilt, er werde nicht zugegen sein. Prigoschin soll neben seinem Vater auf dem Porochow-Friedhof am nordöstlichen Rand von Sankt Petersburg, der Heimatstadt des 62-Jährigen, ruhen. Der Telegram-Kanal Shot veröffentlichte am Abend die ersten Bilder des Grabes. Ein Holzkreuz ragt in die Luft, darunter Sträuße roter Rosen und ein Bild des Toten im golden wirkenden Rahmen. „Prigoschin Jewgeni Wiktorowitsch, 1961-2023“ steht auf der Namensplakette.

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