Serbien

Verschärfung des Kampfes ums TV-Kabel – und die Medienfreiheit

Serbiens staatliche Telekom will ihrem größten Mobilfunkkonkurrenten den Einstieg ins Kabel-TV-Geschäft ermöglichen. Die private United Group wittert in der geplanten Kooperation ein Kartell zur Medienknebelung: Ein öffentlich gewordenes Strategiepapier der Telekom scheint den Verdacht zu bestätigen.

Auch die serbische Premierministerin Ana Brnabic wetterte bereits gegen den regierungskritischen Kabel-TV-Sender „N1“

Auch die serbische Premierministerin Ana Brnabic wetterte bereits gegen den regierungskritischen Kabel-TV-Sender „N1“ Foto: Gerry Schmit/Editpress-Archiv

Im neu aufgeflammten Kampf um Serbiens TV-Kabel nehmen die Kontrahenten kein Blatt vor den Mund. Die Schaffung eines „Kartells zur Medienknebelung“ wirft der private, in acht südeuropäischen Staaten operierende Kabel-TV-Anbieter United Group (UG) Serbiens staatlicher Telekom vor. Die UG „missbraucht ihre Medien zur Abrechnung mit der Konkurrenz“, poltert der Staatskonzern zurück: Die UG stelle den „kontinuierlichen Rückgang“ des Marktanteils ihres Kabelanbieters SBB zu Unrecht als Bedrohung der Medienfreiheit dar.

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