Iran

Ultrakonservativer Raisi ins Präsidentenamt eingeführt

Im Iran ist am Dienstag der ultrakonservative Geistliche Ebrahim Raisi in das Präsidentenamt eingeführt worden. Auf dem 60-Jährigen ruht die Hoffnung der iranischen Führung, die schwere Wirtschaftskrise zu bewältigen. Dies dürfte jedoch nur über eine Neuauflage des internationalen Abkommens zum iranischen Atomprogramm gelingen.

Hassan Ruhani (l.), der scheidende Präsident, und sein Nachfolger Ebrahim Raisi gestern während der Einführungszeremonie

Hassan Ruhani (l.), der scheidende Präsident, und sein Nachfolger Ebrahim Raisi gestern während der Einführungszeremonie Foto: Khamenei.IR/AFP

„Nach der Wahl des Volkes ernenne ich den weisen, unermüdlichen, erfahrenen und beliebten Hodschatoleslam Ebrahim Raisi zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran“, schrieb das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei in einem Dekret, das bei der im Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie von seinem Stabschef verlesen wurde. Am Donnerstag wird Raisi seinen Vorschlag zur Regierungszusammensetzung dem Parlament vorlegen und vor diesem vereidigt. Raisi war bisher Justizchef des Iran. Er löst den gemäßigteren Hassan Ruhani ab, dessen wichtigster außenpolitischer Erfolg das Atomabkommen von 2015 war.

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